Maximilian Kiewel

Maximilian Kiewel: Vom Bild-Chefreporter zum Lufthansa Defense-Experten

Maximilian Kiewel vollzog einen ungewöhnlichen Karriereschritt: Vom Bild-Chefreporter und Militärexperten wechselte er in die Konzernrepräsentanz der Lufthansa. Im Juli 2022 kehrte Maximilian Kiewel dem Journalismus den Rücken. Zunächst war der Maximilian Kiewel Journalist vorwiegend bei Bild als Militärexperte tätig, zuletzt unter anderem bei Bild TV mit Analysen zu Kampfhandlungen im Ukraine-Krieg. Seit dem 1. Juni ist er Head of Defense Policy & NATO der Deutschen Lufthansa. In diesem Artikel beleuchten wir den Maximilian Kiewel Lebenslauf: seine frühen Jahre, den Aufstieg zum Chefreporter, seine Expertise in Sicherheitspolitik und seinen strategischen Beitrag zur politischen Souveränität der Lufthansa Group.

Maximilian Kiewel Lebenslauf: Die frühen Jahre und der Weg zum Journalismus

Geburt in Berlin und familiärer Hintergrund

Im Jahr 1986 wurde Maximilian Kiewel in Ost-Berlin geboren. Damit erlebte er noch die letzten Jahre der DDR und startete seine Karriere später in einem wiedervereinigten Deutschland. Seine Mutter ist Andrea “Kiwi” Kiewel, die bekannte ZDF-Moderatorin und seit Jahrzehnten das Gesicht des “ZDF-Fernsehgartens”. Maximilian stammt aus Andrea Kiewels erster Ehe.

Über seinen Vater ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt, was daran liegt, dass Andrea Kiewel ihr Privatleben weitgehend schützt. Lange hielt sich auch Max Kiewel aus der Öffentlichkeit heraus und zeigte sich nur selten mit seiner berühmten Mutter, etwa 2004 bei der Verleihung der Goldenen Kamera in Berlin.

Dennoch wuchs Maximilian Kiewel in einem Umfeld auf, das stark von Medien und Öffentlichkeit geprägt war. Diese Prägung beeinflusste seinen späteren Berufswunsch entsprechend. Beruflich entschied er sich für einen Weg, der ihn selbst vor die Kamera führte.

Ausbildung an der Axel-Springer-Akademie

Nach dem Abitur entschied sich Maximilian Kiewel für eine Laufbahn im Medien- und Kommunikationsbereich. Er studierte Medien- und Kommunikationswirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg. Dieses praxisnahe Studium legte die Grundlage für seine Karriere im Journalismus.

Anschließend folgte ein Volontariat an der Axel-Springer-Akademie, wo viele bekannte deutsche Journalisten ihre ersten Schritte machten. Hier sammelte Maximilian Kiewel wertvolle Erfahrung im investigativen Journalismus, der später sein Markenzeichen wurde.

Erste Schritte bei Bild ab 2010

Maximilian Kiewel begann seine Karriere bei Bild im Jahr 2010 als Volontär. Von 2010 bis 2017 arbeitete er dort als Reporter. Während dieser Zeit entwickelte er sich zu einem spezialisierten Krisen- und Kriegsreporter.

Mehr als zwölf Jahre arbeitete er insgesamt als Redakteur und Chefreporter bei Bild. Sein Fokus lag auf innere und äußere Sicherheit sowie Recherchen in Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien, Irak, Afghanistan, Mali und Nigeria. Dabei begleitete er auch die Bundeswehr.

Die Karriere als Bild-Chefreporter: Militärexperte und Krisenberichterstatter

Image Source: BILD.de

Aufstieg zum Chefreporter 2017

Im Jahr 2017 erfolgte der entscheidende Karriereschritt: Maximilian Kiewel wurde zum Chefreporter bei Bild und Bild am Sonntag befördert. Diese Position markierte den Höhepunkt seiner journalistischen Laufbahn und machte ihn zu einem der prominentesten Gesichter der Redaktion.

Als Chefreporter trug Max Kiewel die Verantwortung für komplexe Recherchen und exklusive Berichterstattung. Seine Expertise in Krisengebieten und militärischen Themen bildete die Grundlage für diese Beförderung.

Schwerpunkt: Militär- und Sicherheitspolitik

Seine Berichterstattung war auf militärische und sicherheitspolitische Themen spezialisiert. Maximilian Kiewel berichtete aus Krisengebieten wie Syrien, Irak, Afghanistan, Mali und Nigeria. Seine analytischen Fähigkeiten und sein Fachwissen über militärische Operationen und Ausrüstung machten ihn zu einer anerkannten Stimme im deutschen Journalismus.

Der Maximilian Kiewel Journalist fokussierte sich auf innere und äußere Sicherheit. Er veröffentlichte zudem Artikel zu politischen und sicherheitsrelevanten Themen in englischsprachigen Magazinen.

Berichterstattung zum Ukraine-Krieg bei Bild TV

Ab 2020 moderierte Maximilian Kiewel für Bild Live. Bei Bild TV analysierte er Kampfhandlungen und Armee-Geräte im Ukraine-Krieg. Gemeinsam mit Julian Röpcke ordnete er als Militärexperte die militärische Lage ein.

Allerdings ereignete sich am 24. Februar während der Live-Sendung ein Fehler: Aufgrund fehlerhafter Quellenangaben liefen Bilder einer Gasexplosion und von Fallschirmjägern, die nicht im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg standen. Bild TV korrigierte dies transparent und löschte die fehlerhaften Videos.

Moderation des True-Crime-Formats ‘Achtung, Fahndung!’

Jeden Dienstag um 21:10 Uhr moderierte Maximilian Kiewel die True-Crime-Sendung “Achtung, Fahndung!”. Er erklärte: “Als BILD-Chefreporter habe ich Terror-Anschläge und schreckliche Verbrechen journalistisch begleitet. Die Gespräche mit den Opfern und ihren Angehörigen werde ich mein Leben lang nicht vergessen”.

Das Ziel der Sendung war klar definiert: Deutschland sicherer machen.

Dozententätigkeit zu Journalismus in Krisengebieten

Nebenbei dozierte Maximilian Kiewel 2018 und 2019 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und bei der Bundeswehr über Journalismus in Krisengebieten. Diese Lehrtätigkeit unterstrich seine Expertise in der Krisenberichterstattung.

Der Wechsel zur Lufthansa 2022: Vom Journalisten zum Lobbyisten

Die Entscheidung: Abschied vom Journalismus

Im Juli 2022 entschied sich Maximilian Kiewel für einen radikalen Berufswechsel. Nach zwölf Jahren als Reporter und Chefreporter bei Bild verließ er die Medienbranche. Der Schritt vom Berichterstatter über Politik zur aktiven Mitgestaltung politischer Prozesse markierte einen Wendepunkt in seiner Laufbahn.

Zunächst trat er als Manager Political Relations & Negotiations bei der Deutschen Lufthansa ein. In dieser Position berichtete er an Jan Körner, Leiter der Konzernrepräsentanz der Deutschen Lufthansa, und an Jens Krüger, Leiter Politik & Kommunikation der Lufthansa Technik.

Neue Position als Referent für Sicherheits- und Verteidigungspolitik

In seiner neuen Funktion lobbyiert Maximilian Kiewel als Referent für Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Seine Expertise aus der Krisenberichterstattung und sein Verständnis für militärische Zusammenhänge bildeten dabei die Grundlage für diese Rolle.

Der Übergang vom Journalisten, der Politik analysiert, zum Manager, der Politik aktiv mitformt, zeigt die zunehmende Überschneidung von Kommunikations- und Verteidigungspolitik. Seine Aufgaben umfassen den Aufbau und die Pflege der Beziehungen zwischen dem Konzern, der Bundeswehr und internationalen Partnern.

Lufthansas Rolle in der Bundeswehr-Organisation

Die Lufthansa organisiert Teile der Luftwaffe der deutschen Bundeswehr. Bereits heute arbeitet die Lufthansa Gruppe eng mit der Bundeswehr zusammen. Lufthansa Technik betreut beispielsweise die deutsche Regierungsflotte [173].

Darüber hinaus werden Piloten der Flugbereitschaft und seit November auch Piloten der Marine geschult [173]. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf sicherheitsrelevante Infrastruktur, wobei Unternehmen wie Lufthansa nicht mehr nur Verkehrsanbieter sind.

Im Juni 2025 vereinbarte die Lufthansa Group eine Partnerschaft mit dem Landeskommando Hessen der Bundeswehr. Damit wurde sie der 350. hessische Arbeitgeber, der sich zur Partnerschaft Heimatschutz bekennt.

Aktuelle Position: Head of Defense Policy & NATO bei der Deutschen Lufthansa

Verantwortung für verteidigungspolitische Vertretung

Seit dem 1. Juni verantwortet Maximilian Kiewel als Head of Defense Policy & NATO die verteidigungspolitische Vertretung der Deutschen Lufthansa auf nationaler Ebene. In dieser Position koordiniert er die politischen und verteidigungspolitischen Interessen des Unternehmens im nationalen und internationalen Rahmen. Seine Aufgaben umfassen den direkten Austausch mit Bundesministerien, Verteidigungspolitikern und militärischen Entscheidungsträgern.

Die Lufthansa Group fungiert als strategischer Partner der Bundeswehr und verfügt über besondere Kompetenzen in den Bereichen Flugzeugwartung, Logistik, Fracht sowie Pilotenausbildung. Maximilian Kiewel trägt die Verantwortung dafür, diese Zusammenarbeit politisch zu vertreten und weiterzuentwickeln.

Arbeit im NATO-Kontext

Im NATO-Kontext vertritt Max Kiewel die Interessen der Lufthansa Group gegenüber dem Bündnis und seinen Mitgliedstaaten. Die Lufthansa Group hat sich bereit erklärt, im NATO-Bündnisfall die Kooperation mit der Bundeswehr auszuweiten. Diese Zusage beinhaltet Unterstützung in Bereichen wie Lufttransport, technische Wartung und Logistik.

Konkrete Projekte verdeutlichen diese Zusammenarbeit: Lufthansa Technik unterstützt die P-8A Poseidon für die deutsche Marine, das PEGASUS-Aufklärungssystem und den CH-47F Chinook-Transporthubschrauber. Seit September 2024 verstärkt Helene Kuchta als Senior Advisor Strategic Defense & NATO Affairs das Team und berichtet direkt an Maximilian Kiewel.

Beitrag zur politischen Souveränität und Resilienz

Die Lufthansa Group leistet einen aktiven Beitrag zur politischen Souveränität und Resilienz Deutschlands. Maximilian Kiewel vertritt dabei den Grundsatz der Souveränität in Betrieb und Betreuung militärischer Systeme. Deutschland soll Schlüsselplattformen wie F-35, P-8A und CH-47F eigenständig betreiben können, mit zuverlässiger Ersatzteilversorgung und Wartungskapazitäten im Inland.

Berichterstattung an Jan Körner

Maximilian Kiewel berichtet an Jan Körner, Head of Government Affairs Germany. Diese Berichtsstruktur bindet die Verteidigungspolitik in die übergeordnete Regierungsbeziehungsstrategie der Lufthansa ein.

Schlussfolgerung

Maximilian Kiewels Karriere zeigt einen außergewöhnlichen Wandel vom Bild-Chefreporter zum Defense-Experten der Lufthansa. Seine zwölfjährige Erfahrung in Krisengebieten und sein militärisches Fachwissen bilden zweifellos die ideale Grundlage für seine heutige Rolle. Als Head of Defense Policy & NATO gestaltet er aktiv die verteidigungspolitische Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und Bundeswehr mit. Sein Werdegang verdeutlicht, wie Journalismus und strategische Unternehmenskommunikation zunehmend verschmelzen, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen.

FAQs

Q1. Wer ist Maximilian Kiewel und was macht er heute? Maximilian Kiewel ist ein ehemaliger Bild-Chefreporter, der sich auf Militär- und Sicherheitspolitik spezialisiert hatte. Seit Juni ist er Head of Defense Policy & NATO bei der Deutschen Lufthansa, wo er die verteidigungspolitische Vertretung des Unternehmens auf nationaler und internationaler Ebene verantwortet.

Q2. Welche journalistische Erfahrung brachte Maximilian Kiewel mit? Maximilian Kiewel arbeitete über zwölf Jahre als Reporter und Chefreporter bei Bild. Er berichtete aus Krisengebieten wie Syrien, Irak, Afghanistan, Mali und Nigeria und analysierte als Militärexperte bei Bild TV unter anderem die Kampfhandlungen im Ukraine-Krieg.

Q3. Ist Maximilian Kiewel mit der ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel verwandt? Ja, Maximilian Kiewel ist der Sohn von Andrea “Kiwi” Kiewel, der bekannten ZDF-Moderatorin und langjährigen Gastgeberin des “ZDF-Fernsehgartens”. Er stammt aus ihrer ersten Ehe und wurde 1986 in Ost-Berlin geboren.

Q4. Welche Rolle spielt die Lufthansa in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr? Die Lufthansa Group arbeitet eng mit der Bundeswehr zusammen und organisiert Teile der Luftwaffe. Lufthansa Technik betreut die deutsche Regierungsflotte, bildet Piloten aus und unterstützt militärische Systeme wie die P-8A Poseidon und den CH-47F Chinook-Transporthubschrauber.

Q5. Wann wechselte Maximilian Kiewel von Bild zur Lufthansa? Im Juli 2022 verließ Maximilian Kiewel den Journalismus und wechselte zur Deutschen Lufthansa. Zunächst war er als Manager Political Relations & Negotiations tätig, bevor er im Juni die Position als Head of Defense Policy & NATO übernahm.

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