Wer ist Nina Anhan?
Nina Anhan wurde 1991 als Nina Epple in Stuttgart geboren und ist eine deutsche Unternehmerin und Influencerin. Die ausgebildete Kosmetikerin erlangte primär durch ihre Ehe mit dem Rapper Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, öffentliche Bekanntheit. Mit 33 Jahren steht sie zwischen einem Leben in der Privatsphäre und der medialen Aufmerksamkeit, die ihre Verbindung zu einem der bekanntesten deutschen Rapper mit sich bringt.
Im Jahr 2010 lernte Nina Anhan den damals 22-jährigen Aykut über Facebook kennen, während sie selbst erst 17 Jahre alt war. Nach ihrer Ausbildung zur Kosmetikerin eröffnete sie in Babenhausen einen eigenen Schönheitssalon namens “Beauty Chayas”, der mittlerweile nicht mehr existiert. Im Jahr 2016 heiratete das Paar, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Sohn Noah und Tochter Aliyah. Die Familie lebt in Dubai, verfügt jedoch auch über Wohnsitze in der Nähe von Stuttgart.
Als Unternehmerin betreibt Nina Anhan einen Online-Handel für Shisha-Bedarf und E-Zigaretten. Darüber hinaus ist sie als Influencerin auf Instagram aktiv, wo sie rund 62.000 Follower erreicht und Beauty- sowie Modelabels bewirbt. Im Jahr 2024 trat sie erstmals im deutschen Fernsehen auf und nahm an der RTL-Show “Kampf der Realitystars” teil. Insbesondere durch die Netflix-Dokumentation über Haftbefehl rückte Nina Anhan verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit und löste weitreichende Debatten aus.
Nina Anhans Herkunft und Leben mit Haftbefehl
Ihre Anfänge und Beziehung zu Aykut Anhan
Die Verbindung zwischen Nina und Aykut Anhan begann über Facebook, als auf seinem Profilbild drei Männer zu sehen waren und Nina zunächst nicht wusste, mit wem sie schrieb. Bei ihrem ersten Treffen zeigte sich Aykut fasziniert und fragte, ob er sie umarmen dürfe. Nur zwei Tage später reiste die damals 17-jährige Nina in die Schweiz zu dem 22-jährigen Aykut. Die Anfangszeit gestaltete sich bescheiden: Das Paar lebte mit Aykuts Mutter und seinen zwei Brüdern in einer Zweizimmerwohnung über einem Dönerimbiss. Während Nina 2010 noch ihre Ausbildung zur Kosmetikerin in Stuttgart absolvierte, führte Aykut bereits ein anderes Leben als Haftbefehl. Nina akzeptierte, dass zu dem Menschen, den sie liebte, auch immer die Persona Haftbefehl gehören würde.
Familienleben mit zwei Kindern
Nina beschreibt sich in der Netflix-Dokumentation als “eigentlich alleinerziehend”, da Haftbefehl oft tagelang nicht nach Hause kam. Der Drogenkonsum ihres Mannes stellte eine immense Belastung dar und ließ sie häufig allein mit den beiden Kindern. Dennoch betont sie, dass Haftbefehl daheim der perfekte und liebevolle Vater sei. Die Familie pendelt zwischen ihrem Eigenheim in Stuttgart und einem Apartment in Dubai, wobei Nina erklärt, dass sie in Dubai deutlich mehr Zeit als Familie zusammen verbringen.
Ihre Rolle als Unternehmerin und Influencerin
Neben ihrer Tätigkeit als Influencerin startete Nina ein eigenes Vape-Geschäft und wurde damit zur direkten Konkurrentin ihres Ehemanns, der bereits eine erfolgreiche Vape-Marke etabliert hatte. Über die Plattform Alibaba vertreibt sie E-Zigaretten in etwa 20 Geschmacksrichtungen zu einem Preis von jeweils 5,49 Euro.
Zwischen Privatsphäre und öffentlicher Debatte
Die Netflix-Dokumentation und ihre Folgen
Im Oktober 2025 erschien die Netflix-Dokumentation “BABO – Die Haftbefehl-Story”, die Aykut Anhans Aufstieg, Drogenvergangenheit und die Beziehung zu Nina ins Rampenlicht rückte. Der Film zeigt eindringlich seinen Kampf mit Kokain, der ihn fast das Leben kostete. Nina spricht offen über die Belastungen, die sein damaliger Lebensstil mit sich brachte, und erklärt: “Den Aykut liebe ich, den Haftbefehl nicht”. Die Dokumentation löste eine gesellschaftliche Debatte aus, insbesondere über die Rolle der Frau in dieser Beziehung. Kritikerinnen bemängeln, die Darstellung suggeriere ein antifeministisches Frauenbild, wonach weibliche Stärke allein durch Leidensfähigkeit definiert sei.
Nina Anhans Stellungnahme zur Kritik
Nach der Veröffentlichung trug Nina ihren Ehering nicht mehr und lebte zeitweise getrennt von Aykut. Im RTL-Interview erklärte sie: “Den habe ich erst mal abgelegt. Er braucht jetzt einen Feinschliff, genauso wie alles andere auch”. Sie betont, dass Außenstehende nur einen kleinen Ausschnitt ihres Lebens kennen und vieles privat bleibt. Auf Trennungsaufforderungen reagiert sie mit der Klarstellung, dass eine 90-minütige Dokumentation nicht ihr gesamtes Leben abbildet.
Ihr Umgang mit dem Leben im Rampenlicht
Seit der Dokumentation wird Nina bei Events wahrgenommen und angesprochen. Sie wurde zu Veranstaltungen wie Cathys Charity Christmas in München eingeladen. Die öffentliche Aufmerksamkeit beschreibt sie als “spannend und ungewohnt”.
Schlussfolgerung
Trotz der kontroversen Diskussionen hält Nina an ihrer Entscheidung fest, die Beziehung nicht aufzugeben. Sie erklärt, dass sie für ihre Familie kämpfen und stark bleiben müsse, insbesondere für die Kinder. Ihr Glaube daran, dass sich die Situation verbessern werde, bleibt unerschütterlich. Gleichzeitig hat sich ihr Alltag seit der Dokumentation grundlegend verändert: Sie wird mittlerweile auf der Straße erkannt und mit ihrem Namen angesprochen. Die Einladungen zu Veranstaltungen wie Cathys Charity Christmas in München markieren ihre wachsende eigenständige Präsenz in der Öffentlichkeit.
Nina betont stolz, nie gezweifelt oder aufgegeben zu haben. Zu Weihnachten pflegt die Familie besondere Traditionen, bei denen sie Flöte spielt und damit Kindheitserinnerungen zurückholt. Darüber hinaus starteten Nina und Aykut Anhan gemeinsam einen Podcast, der ungeschnittene und ungefilterte Einblicke in ihre Beziehung bietet. In den Kommentarspalten nach der Premiere erhielt sie erheblichen Respekt für ihre Treue. Die Entwicklung zeigt, wie Nina Anhan sich von der ausschließlichen Wahrnehmung als Partnerin eines Rappers löste und eine eigenständige Bekanntheit in der deutschen Medien- und Influencer-Welt aufbaute.

