Was war Robert Oppenheimers Todesursache?
Robert Oppenheimer starb am 18. Februar 1967 im Alter von 62 Jahren an Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom). Der Physiker erlag der Erkrankung während des Schlafes in seinem Haus in Princeton. Die Diagnose des weit fortgeschrittenen Tumors erfolgte bereits 1965, zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Manhattan-Projekts.
Die Erkrankung manifestierte sich durch klassische Symptome eines Larynxkarzinoms: Heiserkeit, Gewichtsverlust und Schmerzen beim Sprechen. Oppenheimer war über viele Jahrzehnte ein intensiver Zigaretten- und Pfeifenraucher, häufig mehrere Packungen täglich. Mediziner jener Zeit identifizierten den starken Nikotinkonsum als Hauptursache für die Entstehung des Kehlkopfkrebses.
Die medizinische Behandlung begann zunächst mit Strahlentherapie, um das Tumorwachstum zu verlangsamen, erzielte jedoch nur begrenzten Erfolg. Als der Krebs weiter fortschritt, folgte eine Chemotherapie, die starke Nebenwirkungen verursachte und den bereits geschwächten Körper zusätzlich belastete. Der Krebs hatte metastasiert, was die Behandlungsmöglichkeiten erheblich einschränkte. Anfang 1967 erlitt Oppenheimer zudem eine schwere Lungenembolie, die seinen Zustand weiter verschlechterte.
Neben dem Rauchen spielte der enorme psychische Druck eine entscheidende Rolle bei der Schwächung seiner Gesundheit. Die Verantwortung im Manhattan-Projekt, moralische Konflikte nach Hiroshima und Nagasaki sowie spätere politische Angriffe belasteten ihn dauerhaft. Oppenheimer gehörte nicht zu den einzigen Mitarbeitern des Atombomben-Projekts, die später an Krebs erkrankten.
Wie starb Robert Oppenheimer?
Kehlkopfkrebs als Folge des Rauchens
Oppenheimer konsumierte über Jahrzehnte täglich Zigaretten und Pfeife in erheblichen Mengen. Diese Gewohnheit entwickelte sich während seiner intensiven Arbeitsjahre am Manhattan-Projekt und setzte sich danach fort. In einer Ära, in der die gesundheitlichen Folgen des Rauchens kaum bekannt waren, galt sein Nikotinkonsum als gewöhnlich. Ärzte identifizierten den starken Tabakkonsum als wesentlichen Faktor für die Entstehung seines Kehlkopfkrebses.
Die letzten Lebensjahre in Princeton
Nach seiner Pensionierung versuchte Oppenheimer, seinen Alltag trotz der Erkrankung möglichst normal zu gestalten. Er verbrachte Zeit mit seiner Frau Kitty und seinen Kindern, zog sich häufig in sein Haus auf den Virgin Islands zurück. Dort führte er Gespräche mit Freunden und reflektierte über sein Leben, seine Entscheidungen und die Verantwortung aus seinen wissenschaftlichen Leistungen.
Tod im Schlaf am 18. Februar 1967
Oppenheimer verstarb während des Schlafes in seinem Haus in Princeton. Der Tod trat friedlich ein, nachdem sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert hatte. Drei Jahre nach seiner Pensionierung erlag der Physiker seinem Krebsleiden.
Was geschah nach Oppenheimers Tod?
Nach Oppenheimers Tod hinterließ er seine Ehefrau Kitty sowie die beiden gemeinsamen Kinder Peter (geboren 1941) und Katherine “Toni” Oppenheimer (1944-1977). Seine wissenschaftliche Arbeit am Institute for Advanced Study in Princeton hatte er bis kurz vor seinem Tod fortgesetzt, wo er über Physik und Kerntechnologie sprach und schrieb. Darüber hinaus gründete er die World Academy of Arts and Sciences, an der er Wissenschaft und Ethik lehrte.
Die bedeutendste posthume Entwicklung erfolgte am 16. Dezember 2022, als die Entscheidung zur Entziehung seiner Sicherheitsfreigabe für den Zugriff auf sensible Informationen der Vereinigten Staaten offiziell aufgehoben wurde. Diese Anordnung erließ Jennifer Granholm, Ministerin für Energie der Vereinigten Staaten. Wissenschaftler und Historiker hatten diese Korrektur lange gefordert, nachdem Oppenheimers Fall erneut geprüft und die Ermittlungen als fehlerhaft und gesetzlich unzulässig eingestuft wurden. Die Entscheidung erfolgte über 50 Jahre nach seinem Tod, möglicherweise beschleunigt durch die bevorstehende Uraufführung des Films “Oppenheimer”.
Während seiner Lebenszeit hatte Oppenheimer seine Sicherheitsfreigabe nie zurückerhalten, obwohl Präsident John F. Kennedy ihm 1963 den Enrico Fermi Award für wissenschaftliche Leistungen verlieh.
Schlussfolgerung
Oppenheimer gilt als “Vater der Atombombe”, verurteilte jedoch ihren weiteren Einsatz, nachdem er die Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gesehen hatte. Nach dem Krieg arbeitete er als Berater der 1946 neu gegründeten Atomenergiebehörde der Vereinigten Staaten und nutzte diese Position, um sich für eine internationale Kontrolle der Kernenergie und gegen ein nukleares Wettrüsten zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten einzusetzen.
Nachdem er sich mit seinen politischen Ansichten das Missfallen vieler Politiker während der McCarthy-Ära zugezogen hatte, wurde ihm am 29. Juni 1954 die Sicherheitsfreigabe entzogen. Ungeachtet der getroffenen Entscheidung der Untersuchungskommission setzte er sich eindringlich für eine friedliche Verwendung der Ergebnisse aus dem Atomforschungsprogramm ein. In einem seiner Vorträge 1962 stellte er fest, dass “die Welt so wie heute der Möglichkeit ins Auge sehen [muss], zerstört, ja ganz und gar ausgelöscht zu werden”.
Die Verwicklungen rund um Oppenheimer stellen eines der bedeutenden Dramen im Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaft und Politik im 20. Jahrhundert dar. Am 16. Dezember 2022 wurde die Entscheidung, ihm die Sicherheitsfreigabe für den Zugriff auf sensible Informationen der Vereinigten Staaten zu entziehen, postum aufgehoben.

